Freitag, 29. Juni 2012

55. Bericht - 16. Etappe: Donaueschingen - Freudenstadt


Freitag, 29. Juni 2012

 

Links oder rechts?

 

Bin in Schiltach, habe gerade eine Bratwurst verdrückt und mich endgültig entschieden über Alpirsbach und Freudenstadt zu fahren. D.h. Es kommt jetzt mein letzter längerer Anstieg, 350 hm bis Freudenstadt zum Camp. Morgen geht es dann abwärts durchs Murgtal.



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1 Kommentar:

Da bist ja schon in heimischen Gefilden :)
Schwarzwald!!

 
Freitag, 29. Juni 2012

16. Etappe: Donaueschingen - Freudenstadt
90 km, 914 hm

Meine letzte Nacht auf der Tour
Die verbringe ich auf einem Camp 4 km von Freudenstadt Richtung Kniebis. Er liegt abseits jeglicher Behausung mitten im (Schwarz-) Wald an einem Bach. So abseits, dass es auch kein Netz gibt (Übertragung erfolgt morgen in der Zivilisation). Ich kann mir nicht vorstellen, dass es im Schwarzwald einen schöneren Camp gibt. Und die Camper sind auch nett. Habe gerade gekochte Kartoffeln angeboten bekommen, da man mit dem Rad doch nicht so viel Verpflegung mitnehmen kann. Ist das nicht lieb? Hatte aber schon meine letzte Notration und noch einen Flammkuchen mit Salat gegessen.
Am gestrigen Ruhetag habe ich nur ein bisschen Wäsche gewaschen (mein Schlafanzug hatte es bitter nötig, auch wenn es nur noch für zwei Nächte war), im See gebadet, Stern gelesen und mit meinen Nachbarn geplaudert. Das Ehepaar kam aus Durlach und war zu Fuß unterwegs. Von ihnen habe ich dem Tipp für den heutigen Platz. Ich hatte schon seit Tagen den Gedanken nicht das Kinzigtal und dann in der Rheinebene zu fahren, sondern von Schiltach über Alpirsbach und Freudenstadt und am nächsten Tag durch das Murgtal nach Hause zu fahren. In Schiltach fiel die Entscheidung. Also ein paar hundert hm mehr, aber sicherlich eine schönere Strecke. Als ich in Schiltach, es war gerade Markt, meine Bratwurst auf einer Bank verspeist habe, wurde ich von meinem Nebenmann mit Cowboyhut gleich in Englisch angesprochen. Es war wiederum eine nette Unterhaltung. Er ist Neuseeländer und für einige Wochen in Süddeutschland, wohl halbwegs geschäftlich. Während der Unterhaltung kam seine Frau, der ich gleich vorgestellt wurde.
Gestärkt und erholt hatte ich dann noch knapp 30 km bergauf zu dem schönen Camp - nur bergauf.
Es ist schon ein komisches Gefühl die letzte Nacht auf dieser langen Reise vor sich zu haben. Ich feü mich natürlich auf morgen, wieder zuhause zu sein, bin aber auch ein wenig traurig, dass die wohl einmalige Tour zu Ende geht, die vor genau zwei Monaten begann.



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