Mittwoch, 30. Mai 2012

30. Bericht - In Petrovac


Mittwoch, 30. Mai 2012

In Petrovac

Wir haben nun schon den 4. Tag in Petrovac vor uns und haben gerade gefrühstückt. Zuvor gab es ein paar Bahnen im Swimmingpool.
Ich habe bis Samstag in Podgorica bei Tomas, Hildes Cousin, und seiner Familie verbracht und mich dort sehr wohlgefühlt. Ein bisschen nützlich habe ich mich aber auch gemacht. Ich habe die Reben im Garten mit meinem linken, gesunden Arm  zurückgeschnitten, wie ich es mit unseren zwei zuhause auch tue. Es kam eine Menge an Grünzeugabfall zusammen, da die Reben wohl schon lange nicht mehr bearbeitet wurden. Maja, die Tochter von Tomas und Lilli - sie ist 6 Jahre alt - hat mir dabei geholfen, und wir hatten viel Spaß.
Tomas hat mich dann am Samstagnachmittag zum Flughafen gebracht, wo Hilde und ihre Schwester Maria mit 25 Minuten Verspätung ankamen. Unser Mietauto, ein fasst neuer Opel Corsa hatte ich vorher schon übernommen. Nach der Begrüßung und Verabschiedung von Tomas bin ich mit den beiden nach Petrovac gefahren. Meinen Arm habe ich zwar gespürt, hat aber doch ganz gut geklappt. Die Schiene habe ich nur noch nachts getragen, zur Sicherheit. In unserem Hotel hat uns Toni schon erwartet. Er hatte schon eingecheckt und die beiden wohl schönsten Zimmer bekommen. Die Aussicht auf das Meer- einfach fantastisch. Überhaupt, das Hotel und die Zimmer gehören zu den besten, was ich bis jetzt erlebt habe. Wir genießen es. Nur in dem sehr großen Speisesaal ist es rel. laut durch die Gste. Wir versuchen aber immer einen Platz am Rand zu bekommen, dort ist es erträglich. Sowohl das Frühstück, als auch das Abendessen lassen keine Wünsche offen.
Toni hat in den 4 Tagen alleine in Petrovac schon die Gegend erkundet, 2 x mit dem Rad die Berge, die direkt hinter unserer Bucht liegen, und uns am Sonntag durch das Städtchen geführt. Montag sind wir mit unserem Corsar nach Budva, die Altstadt besichtigen. Auch diese ist interessant und sehenswert und hat eine eigene Atmosphäre, genau wie Zadar, Sibenik, Split und Dubrovnik, die wir ja auf der Herfahrt besichtigt haben.
Gestern sind wir wieder nach Podgorica aber nicht wie auf der Herfahrt durch den Tunnel, sondern über die Berge. Wir wurden dadurch mit einer traumhaft schönen Aussicht, sowohl zur Küste, als auch zum Skudarisee belohnt. Zunächst haben wir Tomas besucht und dann eine Tante in Hotti, schon nahe der albanischen Grenze. Schließlich stand noch ein Besuch bei ich nenne es mal Schwiegeronkel an. Überall wurden wir herzlich mit den drei Küsschen auf die Wange begrüßt und mit Häppchen in Form von ganz leckerem Schafskäse, geräuchertem warmen oder kaltem Schinken, Tomaten, Gurken, Obst und Gebäck verwöhnt. Interessant, dass nur wir gegessen und unsere Gastgeber sich zurückgehalten haben.
Schon während des Besuchs bei Tomas kam ein Gewitter auf, und plötzlich war der Strom weg. Den gab es dann auch in dem 20 km entfernten Hotti nicht, und erst am Abend, beim letzten Besuch gab es mehrere Anläufe, bis er endlich beständig zur Verfügung stand.
Auf dem Heimweg sind wir wieder über die Berge, und auf dem Pass in ca. 650 m Höhe hatte es wohl kurz zuvor gehagelt. Zunächst dachten wir an Schnee, denn es waren praktisch nur die Spuren der rechten und linken Räder frei. Wenige Meter tiefer war nichts mehr von den Eiskörnern zu sehen.
Nach dem gestrigen durchwachsenem Wetter haben wir heute wieder blauen Himmel. Toni ist mit seinem Rad unterwegs (wie ich ihn beneide), und Hilde, Maria sind am Strand, wo sie mich jetzt erwarten.


Blick von unserem Hotelzimmer und auf unser Hotel


Freitag, 25. Mai 2012

29. Bericht - Ausflug an Skudarisee



Freitag, 25. Mai 2012

Ausflug an den Skudarisee

War heute vormittags mit Tomas unterwegs. Zunächst haben wir ein Bausieb zurück gebracht. Dann sind wir an den Skudarisee Richtung Albanien gefahren. Eine sagenhafte Landschaft war zu sehen (s. Fotos). Bis zur Grenze war über ca. 8 km eine ganz neue Straße gebaut. Tomas wollte zunächst noch mit mir über die Grenze, als ihm einfiel, dass er kein Reserverad dabei hatte und die Straße hinter der Grenze so schlecht wäre, dass das Risiko zu groß sei.
Auf der Rückfahrt haben wir eine totgefahrene Schlange gesehen, über die Tomas zu erzählen wusste, dass sie extrem gefährlich sei und ein Biss tödlich ausgehen kann, wenn nicht schnell ein Arzt und Serum vorhanden sei. Da lief es mir doch kalt den Rücken runter.
Auf der Heimfahrt haben wir in einem ganz originell gebauten Lokal noch ein Kaffe bzw. Tee getrunken. Das Lokal ist für hiesige Verhältnisse sehr edel ausgestattet - alles aus Holz.
Das Wetter ist immer noch recht unbeständig, mal schwül heiß, mal regnerisch. Auch hört man mal ein entferntes Gewitter. Die Berge rings um machen dem Namen Montenegro alle Ehre - es sind die schwarzen Berge.









Mittwoch, 23. Mai 2012

28. Bericht - In Podgorica

Mittwoch, 23. Mai 2012

 

In Podgorica


So, ich bin gestern in Podgorica bei Tomas angekommen. Die Busfahrt von Dubrovnik nach Budva startete pünktlich mit einer halben Stunde Verspätung. Dann kurz nach dem Flughafen von Dubrovnik, nach dem die Straße einen sehr schlechten Zustand annahm, eine Baustelle mit Ampel. Das hat sich auf den nächsten 8 km mehrfach wiederholt, wobei von der ersten bis letzten Ampel die Straße durchgängig nur aus schlecht aufgetragenem Schotter als Grundlage für den zukünftigen Asphaltbelag bestand. Das Interessante an der Sache war aber, dass nur an drei Stelle auf den gesamten 8 km minimale Bauaktivitäten zu sehen waren. Wann soll diese Baustelle beendet sein? Und das kurz vor der Urlaubszeit. Da drängt sich die Vermutung auf, das Kroatien mit dieser Maßnahme schikaniert, denn diesen Abschnitt nutzen nur Leute, die in das naheliegende Montenegro wollen. Kurz nach der letzten Baustelle kam dann schon die Grenze. Erstaunlich, dass die Formalitäten für die Ausreise aus Kroatien über 30 min dauerten, obwohl diese durch den Busfahrer vorbereitet waren. Schikane? Die Einreise in Montenegro dauerte nur 10 min. In Tivat begann ein Gewitter mit Hagel und auf der Weiterfahrt von Budva (nach 10 min Wartezeit) nach Podgorica mit einem Kleinbus wiederholte sich das. Tomas holte mich dann am Busbahnhof ab.
Von Toni hatte ich zwischenzeitlich erfahren, dass er aufgrund des schlechten Wetters von Tivat direkt nach Petrovac gefahren ist und dort ein Zimmer bis Samstag gebucht hat.
Heute bin ich dann mit Lilli, Tomas Frau, in das Hospital gefahren. Erfreulich, der Gips ist ab, unerfreulich, die mir verpasste Schiene soll ich 5 Wochen tragen. Dabei hatte sich der Arzt den Arm nicht einmal angeschaut. Nach Rücksprache mit meinem Hausarzt und der Ausführlichen Schilderung des m. E. guten Zustandes meines Arms habe ich wieder Hoffnung, die Heimfahrt doch mit dem Rad bestreiten zu können. Da muss ich die Entwicklung in den nächsten Tagen abwarten.
Toni ist vorhin mit dem Bus von Petrovac aus angekommen, und er fährt heute Nachmittag wieder zurück.
Jetzt freue ich mich auf Samstag, auf die Ankunft von Hille und Maria.
Bei Tomas und Lilli mit den beiden Kindern Toni und Maja fühle ich mich aber sehr wohl.

 

Kommentare:

Schön zu hören, dass es Deinem Arm wieder besser geht. Jetzt Wünsche ich Euch einen erholsamen Urlaub. Ich hoffe Du hltst uns weiterhin auf dem Laufenden.
LG Manfred
Super, dass es geklappt hat! Und das mit dem Arm wird schon, kannst ja mit dem andren Klingeln um Überholen anzukündigen.
Wünsch euch ein paar schöne Tage da unten!
Gruß aus den Niederlanden
Juchu, endlich ist der Gips ab. Bestimmt ist dein Arm sehr bald wieder ganz fit. Mama wird dich schon fit pflegen...
Liebe Grüße aus Karlsruhe!!

Dienstag, 22. Mai 2012

27. Bericht - Kein Internet in Montenegro


Dienstag, 22. Mai 2012

 

Kein Internet in Montenegro


In wenigen Stunden bin ich in Montenegro. Leider werde ich dort kein Internet für mein Smartphone haben. Ich werde mich aber über SMS an David wenden, der dann die Info in den Blog einstellen kann, falls ich mich nicht über WLAN irgendwo einloggen kann.

26. Bericht - 18. Etappe: Dubrovnik/Mlini - Tivat


Dienstag, 22. Mai 2012

 

18. Etappe: Dubrovnik/Mlini - Tivat

98 km, 922 hm

Toni in Heimat
Toni ist in Montenegro angekommen und wird morgen in Podgorica bei Tomas eintreffen. Dort werde ich hoffentlich ebenfalls morgen ankommen. Habe mir heute die Fahrkarte nach Budva gekauft. Start ist 10.00. Hoffe dort gleich Anschluss nach Podgorica zu bekommen.
Heute Morgen bin ich mit der Seilbahn auf das Fort oberhalb von Dubrovnik gefahren. Dies stammt aus der Zeit um 1810, diente aber auch noch im letzten Krieg 1991 - 95 als Festung. Heute ist dort ein Museum zu dem Thema Heimatkrieg in Dubrovnik eingerichtet. Es war beeindruckend, da Filmaufnahmen gezeigt werden. Wahnsinnig, was da in Dubrovnik ab ging und wie es zerstört wurde. Im letzten Jahr haben wir noch sehr deutliche Spuren des Krieges auf der Fahrt zu den Plitwitzer Seen gesehen. Beides zeigt, wie irrsinnig dieser Krieg war und wie irrsinnig doch alle Kriege sind. Es gibt doch nur Verlierer, auch wenn das oft anders dargestellt wird.
Am Nachmittag bin ich dann zu der Insel Lokrum gefahren, eine Ausfluginsel direkt vor Dubrovnik mit sagenhafter Vegetation und jede Menge Pfauen. Die Insel ist nicht bewohnt, wohl gibt es dort ein Restaurant. David hatte mir den Ausflug empfohlen.
Heute Abend habe ich nochmals Wäsche gewaschen, in der Hoffnung, dass diese morgen trocken ist.
Das Wetter war heute nicht echt. Morgens hat es kurz und nicht stark geregnet und es wahr den ganzen Tag sehr schwül, was sehr unangenehm unter meinem Gips ist. Verpflegung für mein Frühstück und die Fahrt habe ich auch eingekauft, so dass ich dann hoffentlich morgen zur letzen Busetappe starten kann.


l

 

1 Kommentar:

Klingt doch, als wüsstest du die Zeit dort unten sinnvoll zu nutzen ;) Schönes Foto und gute Reise nach Montenegro!