Freitag, 8. Juni 2012
Tour nach Albanien
Am Mittwoch stand eine organisierte Tour nach
Shkodër in Albanien, 15 km hinter der Grenze, an. Es ist die Stadt, nach der
der Skudarisee benannt ist und am südlichen Ende liegt. wir waren sehr
gespannt, hatten wir doch Albanien als armes und rückständiges Land im
Hinterkopf gespeichert. Die Überraschung war groß. Ok, wir sahen Gebäude aus
der Diktatorzeit, also vor 1990, aber auch eine fantastisch renovierte Fußgängerzone
in der Innenstadt und Baumaßnahmen überall, auch auf dem Land. Von dem
deutschsprachigen albanischen Reiseleiter haben wir viel über die jüngere
Geschichte erfahren. So war dieser sozialistische Diktator Enver Hoxha von 1944
bis zu seinem Tod 1985 an der Macht, verbündete sich zunächst mit Jugoslawien,
dann von 1948 bis 1961 mit Russland und bis Mitte der 70 er mit China. Danach
gab es bis 1990/91 die absolute Isolation, und diese wurde von dem sich
krankhaft bedroht fühlenden Hoxha mit allen Mitteln aufrecht erhalten. Ca.
1'000.000 Bunker wurden errichtet, die man an vielen Stellen sehen kann. Ein
weitreichendes Straßennetz wurde gebaut, aber alle Straßen sind so kurvenreich,
dass man keine 100 m geradeaus fahren kann. Kein Planungs- oder
Ausführungsfehler sondern Absicht. Es sollte für mögliche Invasoren unmöglich
sein mit Flugzeugen auf den Straßen zu landen.
Für uns waren außerdem die vielen Radfahrer auffällig. Das kommt daher, dass es bis 1990 für Normalbürger kein Auto gab. Und noch etwas Auffälliges: Wir sahen so viele Mercedes auf den Straßen - lt. Reiseleiter 65%. Angeblich waren nur die Mercedes in der Lage die Straßenzustände dauerhaft zu verkraften. So hat man in den letzten 20 Jahren alte Mercedes aus Westeuropa importiert, einige wohl auch illegal. Man hat uns versichert, dass Albanien heute sehr demokratisch funktioniert und die Hochzeiten der organisierten Verbrechen vorbei seien. Die Arbeitslosenzahlen, die von 70% auf 20% gesunken sei, würde dies untermauern. Die Industrialisierung und der wachsende Tourismus mit dem großen Potential unterstützen dies wohl.
Von dieser Tour sind wir auf jeden Fall beeindruckt zurückgekommen.
Für uns waren außerdem die vielen Radfahrer auffällig. Das kommt daher, dass es bis 1990 für Normalbürger kein Auto gab. Und noch etwas Auffälliges: Wir sahen so viele Mercedes auf den Straßen - lt. Reiseleiter 65%. Angeblich waren nur die Mercedes in der Lage die Straßenzustände dauerhaft zu verkraften. So hat man in den letzten 20 Jahren alte Mercedes aus Westeuropa importiert, einige wohl auch illegal. Man hat uns versichert, dass Albanien heute sehr demokratisch funktioniert und die Hochzeiten der organisierten Verbrechen vorbei seien. Die Arbeitslosenzahlen, die von 70% auf 20% gesunken sei, würde dies untermauern. Die Industrialisierung und der wachsende Tourismus mit dem großen Potential unterstützen dies wohl.
Von dieser Tour sind wir auf jeden Fall beeindruckt zurückgekommen.
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